Werbung.

(1/2016 A.D.)
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Der ursprüngliche Gedanke Werbung zu machen war die Idee
die Menschen ganz grundsätzlich zu informieren das es für ein
Problem eine Lösung gibt. Z.B. also Waschmittel gegen Flecken
oder aber eine Medizin für ein körperliches Leiden. Die
ursprüngliche Idee von Werbung war es nicht, potenziellen
Konsument*innen, zu suggerieren welches Waschmittel jetzt
das aller beste ist weil ja diese schönen Menschen es auch
verwenden.

Mit Ideen ist es ja so. Zuerst hat sie jemand. Wenn sie
funktioniert zieht sie immer weitere Kreise und manifestiert
sich in Formen die auch die Bedingungen der Selbsterhaltung
beinhalten. Diese Selbsterhaltung bei der Idee Werbung führte
dazu das sich Marketing als Institution konstituierte und
seitdem wie ein Geschwür vor sich her wuchert.

Die Werbung in der heutigen westlichen Welt hat fast nur mehr
manipulativen Charakter. Sie dient keineswegs mehr der
Information sondern soll uns nur noch einreden das das eine
oder das andere Waschmittel cooler, lässiger oder sonst etwas
ist.

Rechtlich lässt sich nur sehr schwer dagegen vorgehen.
Aber machen wir mal ein kurzes Gedankenexperiment. Stellen
sie sich eine Straßenkreuzung vor. Nehmen sie einmal die
Straßenkreuzung mit an allen Seiten aufgestellten Werbetafeln
mit nackten Frauen*Männern und einmal die Straßenkreuzung
ganz ohne Werbetafeln.

Nackerte.
Nackerte.

Abgesehen von der Einsichtigkeit der Kreuzung ändert sich auch
die Aufmerksamkeitsverteilung der Autofahrer*Innen. Den
Ausgang eines solchen Experiments kann man eigentlich an
einem Finger abzählen. Ergebnis: Werbung an Straßen fordert
Material- und Menschenopfer. Mehr angefahrene, überfahrene,
zerrissene und zerquetschte Menschen sind die Folge.
Und das ganze nur deswegen weil wir es zulassen uns auf
aufmerksamkeitsraubende Weise erklären zu lassen
welche Strumpfhose jetzt angeblich die einzig Wahre ist.

Eine Lösung ist naheliegend. Werbeverbote. Das das geht sieht
man bei Alkohol- und Zigarettenwerbung. Diese starken
Einschränkungen könnte man auf alle Branchen ausweiten.
Verbunden mit einer starken Institution “Verbraucherschutz”
ist das ganze auch einfach zu bewerkstelligen. Welchen Playern
jetzt ein starker Konsumentenschutz und eine schwache
Werbebranche nützt ist ihre Hausaufgabe für heute Nacht.

Die fürs Marketing aufgewendeten Ressourcen kann man gut
verwenden um Wasserpumpen, Entsalzungsanlagen,
Solarpaneele oder Windkrafträder zu basteln. Natürlich kann der
Werbefachmann* oder die Werbefachfrau* auch auf Alten- oder
Krankenpflege umschulen. Alles ein gangbarer Weg.

— End-of-Topic —