Aphorismen – V.

(3/2018 A.D.)
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Hier nun der fünfte Teil meiner Aphorismensammlung.


234: Das Unbequem sein für die Einen; heißt
auch bequem für die Anderen zu sein.

235: Messen was sich messen lässt;
trennen was sich trennen lässt.
Trennen was sich messen lässt
und messen was sich trennen lässt.

-> Das ist der Fortgang der quantitativen Wissenschaft.

236: Unterscheiden und Benennen.

-> Das ist der Fortgang der qualitativen Wissenschaft.

237: Imitieren kann Vertrauen schaffen.

238: Wenn man den Tod spürt sieht man genauer hin.

239: Alles ist wahr und nichts ist erlaubt.

-> Ein Dogma der Freiheit.

240: Man muss die anderen Seiten kennen
um die Eigene zu lieben.

241: Populär Vortragen kann man meist nur jenes,
welches man auch gründlicher Vortragen könnte. (~Zit.)

242: Will sich der Mensch ändern; muss
er dies über den Umweg seiner Umwelt tun.

243: Abwesenheit ist die stärkste Form des Schweigens.

244: Wenn sie Ressourcen wollen, sorgen sie dafür
das sich die anderen sie sich nicht leisten können.

245: Lasst euch nur gegeneinander aufhetzen: Dabei
gibt es im besten Fall nur zwei Ebenen.

246: Faschisten sind irgendwie die vollen Hater. Selten mehr.

247: Anhand des Sprachwandels lassen
sich die Denkverbote erahnen.

248: Manchmal geht es nur darum den Menschen gewisses
denken zu verbieten.

249: Evolution ist Strukturänderung durch Variation und Selektion.

250: Wenn eine, wie auch immer geartete Population, von einer
Disziplinargesellschaft zu einer Kontrollgesellschaft wechselt
ändern sich einige Spielmechaniken der Selbstorganisation.

251: Auch die intelligenten Maschinen
werden sich dem Geld beugen.

252: All zu viel Moral endet in hartnäckigen
Fällen in Streit, Gewalt und Terror. (~Zit.)

253: Die vordringlichste Aufgabe der Ethik
besteht darin, vor Moral zu warnen. (~Luhmann)

254: Kritik zieht Grenzen und setzt Differenzen.

255: Komplex ist nicht das Objekt, sondern die Beschreibung.
(-gewagt)

256: Wer groß denkt kann groß irren; wer hart
austeilt, muss auch oft hart einstecken.

257: Die Gegenwart unterscheidet die Zukunft von der
Vergangenheit.

258: Beobachten heißt einfach: Unterscheiden und Bezeichnen.

259: Während die Ideologien die großen Verbrechen begehen,
kann man sich mit Argumentation einfach so durchmogeln.

260: Wer die Komplexität seiner Welt reduzieren möchte
kann sich auf das unschädliche ignorieren verlassen.

261: Das Schachspiel veranschaulicht das es manchmal
genügt die Vergangenheit in der Gegenwart abzubilden.

262: Freiheit bedeutet nicht alles tun und lassen zu können was
man möchte. Die Freiheit des einen endet wo die Freiheit des
anderen beginnt. Und genau dieses feststellen der Grenze ist es,
was Gerechtigkeit schafft.

263: Schweigen lernen und weggehen lernen. (Zit.)

264: Es ist ein Zeichen von Größe, mit
geringen Gaben hoch beglücken zu können.

– Reminiszenz an den großen Meister.

265: Die Welt, soweit wir sie erkennen können,
ist unsere eigene Nerventätigkeit, nichts mehr.

– Zit.: F.Varela, F.Nietzsche oder H.Maturana?

266: Man kann Nietzsche nur ohne Konsequenz
lesen solange man ihn nicht versteht.

267: Gesellschaften können systemisch
in eine höhere Ordnungsebene aufsteigen.

268: Mit Bitcoins haben die Nerds die ganzen
Idioten abgezockt das es eine Freude war.

269: Die Wissenschaft kann per Definition nicht
aus ihrem Code Wahr/Unwahr ausbrechen.

270: Könnte man die politische Landschaft auch so einteilen?

Links-oben_|_Rechts-oben
Links-unten | Rechts-unten

271: Die Front verläuft zwischen <Neoliberalen-Globalisten> und
<Neoliberalen-Nationalisten>. Das ist der heutige politische Kampf
im Westen. Die <Linke> steht nur am Spielfeldrand und jubelt wo
es nichts zu jubeln gibt. (Vielleicht möchte sie ja unbedingt
eine Spielerfrau werden?!)

272: Man könnte Sie: <die Neoliberalisten>; nennen.

273: Die fast magische Wirkung des Geldes beruht darauf,
dass es der kleinste gemeinsame Nenner sein kann. Das
erhöht die Chance auf Kommunikation und Kooperation.
Auch wenn das politische eigentlich dagegen spricht.

274: Die Tautologie ist insofern paradox da sie einen
Unterschied behauptet wo kein Unterschied ist. (Zit.)

275: Sind die Schwarzen für manche Juden nur
die Kanarienvögel zur Warnung?

276: Die E.U. ist ein Montagswagen bei dem man nur
deswegen nicht aussteigt weil es gerade regnet.

277: Die Wissenschaft kann uns nicht hinreichend erklären,
woher wir kommen und wohin wir gehen und welchen Sinn
unsere Existenz hat. (Zit.)

278: Trost gibt einem die Aufklärung und
die Wissenschaft nur sehr spärlich.

279: Die Bedeutung eines Wortes ergibt sich
aus seiner Verwendung innerhalb der Sprache.

280: Die Grenzen meiner Sprache bedeuten
die Grenzen meiner Welt. (Wittgenstein)

290: Ein paar Zeilen dazwischen.
Niemand programmiert so fehlerlos.

291: In Zukunft stellt sich vielmehr die Frage nach der
Organisationsform, und nicht so sehr die Frage nach der
prinzipiellen Staatsform.

292: Ich wiederhole mich nicht, ich wiederhole mich niemals.

293: Individuen finden sich letztlich in einer paradoxen Situation
wieder: Sie beschreiben sich zwar als einzigartig, kopieren dabei
aber ein Muster, das es verbietet Muster zu kopieren.

– Alte Hipsterweisheit

294: Keine Religion gehört zu einem säkularen Staat.
Wer allerdings zum Staat gehört sind die Gläubigen.

295: Friede sei mit Dir.

— End-of-Topic —